Das nehemia team unterstützt das Haus der Barmherzigkeit in Prokopjewsk seit dessen Gründung.

Auch im Jahr 2025 hat das Projekt, auch Help House genannt, vielen Menschen Schutz und neue Hoffnung gegeben.

Das Haus war fast immer voll; bis zu 73 Menschen fanden dort gleichzeitig ein warmes Bett, Essen und menschliche Zuwendung – oft zum ersten Mal seit langer Zeit. Die Mitarbeiter erzählen:

Zu den ersten Bewohnern des Jahres gehörte Onkel Sascha, etwa siebzig Jahre alt. Er schlief an einem verschneiten Winterabend draußen auf einer Bank ein. Mit schlimmen Erfrierungen kam er ins Help House. Dort erhielt er sofort Pflege und liebevolle Betreuung, und seine Füße heilen langsam.

Eine andere bewegende Geschichte ist die einer 45-jährigen Frau. Wegen ihrer Alkoholsucht war ihr das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen worden. In unserem Haus begann sie eine Rehabilitationszeit, gewann Schritt für Schritt ihr Leben zurück und durfte ihre Kinder wieder zu sich nehmen. Als später Krebs diagnostiziert wurde, nahm das Haus sie erneut auf und begleitete sie bis zuletzt. Bis heute unterstützt das Team ihre inzwischen erwachsenen Kinder

Dann ist da Jura, der im Alkoholrausch dem fünften Stock stürzte. Wie durch ein Wunder überlebte er schwer verletzt. Nach dem Krankenhausaufenthalt kam er ohne Obdach und Orientierung ins Haus der Barmherzigkeit, lernte dort wieder zu laufen, liest die Bibel und betet.

Mittlerweile leitet er sogar den hausinternen Radioservice, und jeden Morgen erklingen im Haus Musik und kurze Andachten. Für viele Bewohner sind sie Trost und Ermutigung.

2025 konnte ein großer Teil des zweiten Stockwerks renoviert werden: zwei Zimmer und eine Dusche wurden erneuert, außerdem ein neuer Heizkessel angeschafft – unverzichtbar für den Winter. Die finanziellen Mittel dafür stammen aus kleinen Arbeiten der Bewohner, freiwilligen Beiträgen aus ihren Renten und Spenden. Zudem bringen viele Menschen Sachspenden.

Für 2026 stehen wichtige Projekte bevor: ein neues Balkondach und andere Renovierungsarbeiten, eine Küchensanierung, die Modernisierung der Feuermeldeanlage und ein barrierefreier Eingang. Auch ein zuverlässigeres Auto wird dringend benötigt.

Doch das Wichtigste bleibt, den Menschen Liebe und Hoffnung zu schenken – durch Gebetszeiten, Feste und persönliche Gespräche.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei all unseren Unterstützern. Jede Spende und jedes Gebet erreicht Menschen, die es wirklich brauchen. Gäste sind jederzeit willkommen!

Immer wieder sagen die Mitarbeiter: Gott hilft durch Menschen!